Kompressionsstrümpfe auf ärztliche Verordnung
03.03.2026
Kompressionsstrümpfe sind medizinische Stützstrümpfe, die helfen, die Durchblutung zu verbessern und Beschwerden wie Krampfadern, Thrombosen oder Lymphödeme zu lindern. Sie üben einen gezielten Druck auf die Beine aus, fördern den Blutfluss und beugen Schwellungen vor. Die Stärke der Kompression wird individuell vom Arzt festgelegt – je nach medizinischer Notwendigkeit und Zustand der Venen.
Kompressionsklassen im Überblick
Es gibt vier Kompressionsklassen (I bis IV):
- Klasse I – leichte Kompression, bei müden oder schweren Beinen.
- Klasse II – mittlere Kompression, bei Krampfadern und leichten Ödemen.
- Klasse III – starke Kompression, bei chronischen Venenerkrankungen.
- Klasse IV – extrastarke Kompression, bei ausgeprägten Lymphödemen.
Der behandelnde Arzt bestimmt die geeignete Kompressionsklasse und kann auch eine Pflegeunterstützung beim An- und Ausziehen verschreiben. Wichtig ist, dass mehrere Paare verordnet werden, um täglich frische Strümpfe tragen zu können. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle, idealerweise alle sechs Monate, stellt sicher, dass die Therapie optimal wirkt.
Unterstützung beim An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen
Das Anziehen von Kompressionsstrümpfen kann anspruchsvoll sein, da sie eng anliegen und gleichmäßigen Druck auf die Beine ausüben müssen. Besonders bei älteren oder pflegebedürftigen Personen ist oft Hilfe nötig. Unser Pflegedienst City Heidelberg bietet professionelle Unterstützung beim täglichen An- und Ausziehen der Strümpfe – sorgfältig, hygienisch und mit geschultem Personal.
Unsere Leistungen umfassen:
- Fachgerechtes An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen (Klasse I–IV)
- Individuelle Anpassung und Kontrolle des Sitzes
- Verwendung spezieller Hilfsmittel (Textilhandschuhe, Anziehhilfen, ergonomische Griffe)
- Dokumentation und Abstimmung mit behandelnden Ärzten
Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen durch einen Pflegedienst, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:
- Es liegt eine ärztliche Verordnung über die Notwendigkeit vor.
- Der Patient kann die Strümpfe nicht selbstständig an- oder ausziehen.
- Im Haushalt ist keine andere hilfsfähige Person vorhanden.
- Die medizinischen Strümpfe sind mindestens Kompressionsklasse I.
Wenn Sie von der Zuzahlung für Medikamente befreit sind, fallen für Sie in der Regel keine zusätzlichen Kosten an. Andernfalls kann ein kleiner Eigenanteil anfallen – die genaue Höhe hängt von Ihrer Krankenkasse ab. Wir unterstützen Sie gern bei der Antragstellung und der Kommunikation mit der Krankenkasse, um die Kostenübernahme sicherzustellen.
Warum professionelle Hilfe beim Anziehen?
Das richtige Anlegen der Strümpfe ist entscheidend für den Therapieerfolg. Falten, Druckstellen oder ein falscher Sitz können die Kompressionstherapie beeinträchtigen und die Haut belasten. Deshalb übernehmen unsere Pflegekräfte das Anziehen meist morgens nach der Grundpflege, wenn die Beine noch nicht geschwollen sind. Sie achten dabei auf:
- glatte, faltenfreie Passform
- gleichmäßige Druckverteilung ohne Einschnürungen
- angenehmen Tragekomfort über den Tag
Mit speziellen Hilfsmitteln, wie rutschfesten Textilhandschuhen oder Anziehhilfen mit gebogenem Griff, wird das Anlegen einfacher und sicherer – sowohl für Patienten als auch für Pflegepersonal.
Wie lange sollten Kompressionsstrümpfe täglich getragen werden?
Kompressionsstrümpfe sollten tagsüber konsequent getragen werden, um ihren therapeutischen Effekt zu entfalten. Nachts ist das Tragen in der Regel nicht erforderlich, da das Venensystem im Liegen entlastet wird. Am besten ziehen Sie Ihre Strümpfe morgens an, direkt nach dem Aufstehen, und abends beim Zubettgehen wieder aus.